Berufsbild Psychotherapie

Wer in Deutschland Psychotherapie anbieten möchte benötigt eine Psychotherapierlaubnis.

Diese erhalten Ärzte und Diplom-Psychologen (Psychologiestudium) mit einer entsprechenden 3-5jährigen Zusatzausbildung in einem anerkannten Psychotherapieverfahren (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische Psychotherapie oder Psychoanalyse). Daneben gibt es nur noch den Berufs des Heilpraktikers für Psychotherapie, der nach bestandener Überprüfung vor dem Gesundheitsamt, die staatliche Erlaubnis zur Diagnose & Therapie erhält.

Diplom-Psychologen ohne Zusatzausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten erhalten die Erlaubnis nach HPG ebenfalls über den „Heilpraktikerschein“ für Psychotherapie.

Der Heilpraktiker für Psychotherapie befasst sich mit psychosomatischen und seelischen Problemen: ob Essstörung, Depression, eine besondere Druck- oder Konfliktsituation im Beruf, in der Ehe, bei der Kindererziehung oder ein Suchtproblem – bei all diesen Problemen kann die psychotherapeutische Hilfe viel bewegen.

Sie sprechen mit dem Patienten über seine Sorgen und Symptome, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen sie auftreten und empfehlen alternative Verhaltensweisen, damit die Erkrankung durchbrochen werden kann.

Therapeutische Fähigkeit benötigt aber auch fundierte diagnostische Fähigkeiten und rechtliche Grundlagen. Sie geben nicht nur Sicherheit in der praktischen Arbeit mit Klienten, sondern auch das Vertrauen, sich auf ein solides berufliches Fundament stützen zu können.

Hierzu bietet sich ein ein integratives Psychotherapiekonzept an.

Neben der Fähigkeit sich einfühlsam in andere Menschen hineinzuversetzen, ist es wichtig zu lernen, sich nicht in die Probleme Dritter verwickeln zu lassen, sondern sich innerlich davon zu lösen, um das eigene Leben gesund führen zu können.

Der Bedarf an psychotherapeutischen Maßnahmen ist laut den Ergebnissen des Bundes-Gesundheitssurveyes steigend. Etwa jeder dritte Erwachsene erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Damit sind jedes Jahr davon über 16 Millionen Menschen betroffen, die eine psychotherapeutische Hilfe benötigen.